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Ritterbrüder der Welfen

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Die schwäbischen Welfen

Die schwäbischen Welfen

Die Ritterbrüder der Welfen sind eine Gruppe die sich dem Leben im Mittelalter verschrieben hat. So hat sich am 22.11.2009 Frau und Mann getroffen um einig zuwerden.

Die Gruppe hat sich dem Frühen Hochmittelalter verschrieben deshalb auch der Name, denn die Welfen waren in dieser Zeit das Herrschende Geschlecht in unseren Landen. Außerdem besteht noch eine Bindung zum Deutschen Ritterorden

 

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Welfische Stammburg

Der Deutsche Orden entsteht

Die Welfen Sage

Die schwäbischen Welfen gründeten ihre Macht auf umfangreichen Allodial- und Lehenbesitz in Schwaben Rätien und Bayern. Um des Jahr 1047

Welf IV., der Sohn Kunigundes und Alberto Azzos, wurde im Jahr 1070 von König Heinrich IV. zum Herzog von Bayern ernannt. Mit ihm und seinen Söhnen Welf V. und Heinrich der Schwarze begann die Zeit, in der die Familie im Kaiserreich in der Opposition gegen die Staufer die zentrale Rolle spielte, insbesondere, nachdem Heinrich durch seine Ehe mit der Billungerin Wulfhild die Machtstellung der Welfen in Sachsen begründete sowie beider Sohn Heinrich der Stolze durch seine Ehe mit Gertrud von Sachsen, der einzigen Tochter des Kaisers Lothar III., gegen Ende seines Lebens zusätzlich den Titel eines Herzogs von Sachsen erwarb.

Der sich aufgrund dieser Position andeutende Schritt zum Königtum gelang den Welfen jedoch nicht. Anstelle Heinrichs wurde 1138 der Staufer Konrad III. gewählt – Heinrichs Machtfülle und sein Temperament erschienen den anderen Fürsten zu bedrohlich. Als Konrad von Heinrich den Verzicht auf eines seiner beiden Herzogtümer verlangte, kam es zum Streit, der Verhängung der Reichsacht über Heinrich und dem Entzug beider Herzogtümer. Zwar konnte Heinrich Sachsen gegen alle Angriffe bewahren, er starb aber bereits ein Jahr später, noch ehe er das 32. Lebensjahr vollendet hatte.

Nach dem Tod Heinrichs des Stolzen übernahm zunächst sein Bruder Welf VI. die Führung des Hauses und die Verwaltung der welfischen Stammgüter in Schwaben, da Heinrich der Löwe, der einzige Sohn Heinrichs des Stolzen, noch nicht volljährig war. 1142 gelang es ihm, von Konrad III. die Rückgabe des Herzogtums Sachsen an Heinrich den Löwen zu erreichen.

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Erste Darstellung der Ravensburg

Schon um 1120 war Judith, die Schwester Heinrichs des Stolzen und Welfs VI., mit Friedrich von Staufen, Herzog von Schwaben, verheiratet worden, um einen Ausgleich zwischen Staufern und Welfen zu bewirken. Aus dieser Ehe ging der spätere Kaiser Friedrich Barbarossa hervor, der 1151 eine Versöhnung zwischen seinem Onkel Konrad III. und seinen welfischen Vettern bewirken konnte (Konrad war 1152 gestorben und Friedrich sein Nachfolger), durch die Heinrich der Löwe 1156 auch das Herzogtum Bayern zurückerhielt, Welf VI. wurde Herzog von Spoleto und damit der mächtigste Mann im italienischen Reichsteil, da er aufgrund seiner Verwandtschaft mit dem Hause Este auch über Sardinien und als Markgraf über Tuscien herrschte. In der Tübinger Fehde (1164–1166) zeigte sich die Abhängigkeit des Kaisers von den Großen des Reiches genauso wie die Komplexität der Herrscher-Beziehungen, die nicht auf den staufisch-welfischen Gegensatz zu reduzieren ist. Als 1167 aber sein einziger Sohn Welf VII. an der Malaria starb, verlor er das Interesse an der Politik und vermachte Friedrich I. Barbarossa durch Erbvertrag die welfischen Hausgüter in Schwaben, namentlich Ravensburg und Altdorf.

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In der Folge kam es zu neuerlichen Konflikten zwischen dem Kaiser und seinem Vetter Heinrich der Löwe, im Verlauf derer dieser nicht nur seine Herzogtümer Bayern und Sachsen verlor (1179 Reichsacht, 1180 Aberkennung der Reichslehen), sondern nach England zu seinen Verwandten aus dem Hause Plantagenet ins Exil gehen musste – seine Frau war die Schwester von Richard L?wenherz. Die Macht der Welfen in Deutschland war gebrochen, das Herzogtum Bayern fiel an die Wittelsbacher, die dort bis 1918 regierten.

Nach einer Versöhnung mit dem Kaiser 1194 erhielt er zwar einen Teil seiner Güter und Titel zurück, der Kampf zwischen Staufern (verbündet mit dem französischen Königshaus der Kapetinger und mit Aragon) und Welfen (verbündet mit dem Haus Anjou-Plantagenet) dauerte aber fort, spiegelt sich vor allem in den inneritalienischen Auseinandersetzungen der kaisertreuen und der papsttreuen Partei der Ghibellinen und Guelfen wider.

Deutscher König und Kaiser (staufisch-welfischer Thronstreit 1198–1214/15)

Ein letztes Aufflackern der welfischen Opposition war die Wahl Ottos IV., Sohn Heinrichs des Löwen, 1198 zum Gegenkönig zu Philipp von Schwaben. Nach dessen Ermordung 1208 wurde Otto 1209 durch Papst Innozenz III. zum ersten und einzigen welfischen Kaiser des Heiligen R?mischen Reichs gekrönt, schon kurz darauf aber wegen seines Versuchs, Sizilien ins Reich einzugliedern, unter Kirchenbann gestellt. 1214 unterlag Otto in der Schlacht bei Bouvines dem französischen König Philipp II. August und dem Staufer Friedrich II., der 1215 zum Gegenkönig gewählt wurde. Otto IV. starb 1218 auf der Harzburg, Friedrich II. wurde sein Nachfolger.

 

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Welfische Stammburg

Von der Ravensburg aus verwalteten die Welfen ihre Stammlande im Herzogtum Schwaben. Welf IV. wurde 1070 zum Herzog von Bayern ernannt; sein Enkel Heinrich der Stolze konnte 1137 durch Heirat zusätzlich den Herzogstitel von Sachsen erwerben.

1088 setzte Welf IV. auf der Ravensburg den Augsburger Bischof Siegfried gefangen (heute noch in einer Festzugsgruppe des Historischen Festumzugs beim Rutenfest wiedergegeben).

Ab 1122 nennen sich die Welfen „Herzöge von Ravensburg“, Heinrich der Schwarze starb 1126 auf der Ravensburg. Heinrich der Stolze wies 1127 die Burg seiner Gattin, der Kaisertochter Gertrud von Sachsen, als Wohnsitz zu. Vermutet wird, dass 1129 der berühmte Sohn Heinrichs des Stolzen, Heinrich der Löwe, auf der Ravensburg geboren wurde. Die Ravensburg beherbergte damals offensichtlich auch die herzogliche Hofhaltung, bezeugt durch die zugehörigen Hofämter.

Nach dem Tod Heinrichs des Stolzen 1139 fiel die Führung des Hauses der Welfen und die Herrschaft über die Ravensburg an dessen Bruder Welf VI., Herzog von Spoleto. Verteidigte er zunächst mit großem Erfolg die welfischen Interessen, verlor er nach dem Tode seines Sohnes Welf VII. 1167 aber offenbar das Interesse an der Politik und vermachte schließlich die Ravensburg mitsamt den übrigen schwäbischen Besitzungen 1178 oder 1179 per Erbvertrag an seinen staufischen Neffen, Kaiser Friedrich I. Barbarossa.

 

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Die Welfen Sage

Vor langer Zeit stand bei Weingarten eine Burg, auf welcher der mächtige Graf von Altdorf lebte. Das Volk verehrte ihn als strengen, aber gerechten Herrn, wohingegen seine Frau wegen ihrer Hartherzigkeit und ihres Geizes gefürchtet war.
Der Sage nach begegnete der Gräfin eine arme Witwe, die sie um ein Almosen für ihre Kinder bat. Als diese von der Gräfin mit bösen Worten zurechtgewiesen wurde, stieß sie eine Verwünschung gegen sie aus.
Bald darauf kam die Gräfin nieder und gebar zwölf Knaben. Das galt damals als böses Zeichen. So ließ die Gräfin elf der Knaben heimlich beiseite schaffen. Eine Magd sollte sie im Bach ertränken. Unglücklich machte sich das Mädchen auf den Weg. Kaum hatte es die Burg verlassen, kam ihr der Graf entgegen, der eben von der Jagd heimkehrte. Auf die Frage, was sie denn in ihrem Korbe trage, antwortete das Mädchen zitternd, es seinen elf junge Welpen, die sie ertränken solle, weil die Gräfin das laute Gebell so sehr störe. Mißtrauisch befahl ihr der Graf, den Korb zu öffnen. Da fiel das Mädchen schluchzend vor ihm nieder und gestand, was geschehen war. Als der Graf seine Fassung wiedergefunden hatte, befahl er der Magd, der Gräfin auszurichten, sie hätte ihren Auftrag ausgeführt, ansonsten aber zu schweigen. Er selbst gab die Knaben einem Müller in der Nachbarschaft zur Pflege, sagte ihm aber nichts über ihre Herkunft.
Jahre vergingen. Als die Knaben herangewachsen waren, lud der Graf zu einem großen Fest und erzählte bei Tische manche Geschichte; auch von einer Mutter, die ihre eigenen Kinder wie junge Welpen ertränken lassen wollte. Welche Strafe denn eine solche Mutter verdiene, wandte er sich an seine Gemahlin. Böses ahnend stammelte diese: "Den Tod." Auf ein Zeichen des Grafen öffnete nun die Magd die Türen des Rittersaals, und die elf Knaben traten mit dem Müller ein. Der Graf berichtete seinen Gästen, was sich vor Jahren zugetragen hatte. Die Gräfin warf sich ihm zu Füßen und bat um Gnade. Nur durch die Fürsprache der Knaben ließ sich der Graf erweichen und schonte ihr Leben. Die Knaben aber wurden fortan "die Welfen" genannt.
Bis zum beginn des 9. Jahrhunderts läßt sich der Stammbaum der Welfen zurückverfolgen. Um diese Zeit erscheint ein Graf Welf, dessen Sohn Konrad im Argen-, Linz- und Eritgau nachgewiesen werden kann, also im nordöstlichen Oberschwaben. Auf dem Martinsberg bei Weingarten stand seine Burg.
 

 

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Welfensage

Der Deutsche Orden entsteht

Von Beginn der Auseinandersetzungen zwischen Orient und Okzident, zwischen Islam und Christentum im Heiligen Land, entstand auch jener Deutsche Orden. Als Friedrich von Schwaben mit seinem Heer 1190 vor Akkon eintraf, bestand dort bereits ein Feldlazarett für all jene Ritter, die bereits vorher unter Graf Adolf von Braunschweig dort kämpften und litten. Ein Kaufmann aus Bremen, dessen Name in der Narratio (Schilderung der Geschehnisse im Heiligen Land) mit Sibrand angegeben war, hatte das Lazarett errichten lassen. Friedrich von Schwaben bat darum, ihm ein Grundstück zuzuweisen und überschreiben zu lassen, um dort ein Hospital bauen zu können.

Kaiser Heinrich V1., Sohn und Nachfolger Kaiser Friedrich Barbarssas, der auf diesem Kreuzzug die Landtruppen führte und am 10. Juli 1190 im Saleph-Fluß ertrank, ebenso auch Papst Clemens 111., erteilten ihre Zustimmung zum Bau der Hospitals.

Friedrich von Schwaben erreichte ebenso deren Einverständnis zur Gründung eines neuen Orden, der in diesem Hospital arbeiten sollte. Der Orden wurde - Orden des Hospitals zu Sankt Marien der Deutschen in Jerusalem- genannt.

 

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Erster Prior des Orden wurde Kaplan Konrad. Ab 1193 übernahm Heinrich Walpot aus Passenheim, der mit dem Ritterheer nach Palästina gekommen war, als Prior und Meister die Hospital- und Ordensführung.

Seine offizielle Bestätigung erhielt der Deutsche Orden durch Papst Innozenz 111. im Jahr 1198. Von diesem Jahr an galt er offiziell als geistlicher Ritterorden. Die Ordensregeln waren jene der Johanniter nachempfunden, während für die Ritter die Ritterregeln der Templer maßgebend waren.

Die Ordensbrüder gliederten sich in drei Gruppen: Ritter, dienende Brüder und Priesterbrüder. Alle waren an das für sämtliche geistliche Ordenbindende Gelübde gebunden: -Armut, Keuschheit und Gehorsam-.

 

Das erste Haupthaus des Deutschen Ordens wurde in Akkon eingerichtet. Bis zum Jahr 1196 entstanden fünf weitere Ordensburgen im Heiligen Land: Es waren Gaza, Jaffa, Ascalon, Rama und Zamsi. 1197 richteten die Kreuzfahrer gewissermaßen als Versorgungs- und Etappenstation jeweils ein Haus in den beiden wichtigsten Kreuzfahrerhäfen Süditaliens und Siziliens, Barletta und Palermo, ein. Nördlich von Akkon entstand später auf dem Boden einer Senkung binnen zweier Jahre eine gewaltige, weithin sichtbare Burg, die sich Montfort - Starkburg - nannte. Diese wurde nach ihrer Fertigstellung 1224 Haupthaus des Deutschen Ordens und Sitz des Hochmeisters.

Mit der Regierungszeit von Heinrich Walpot ging 1196 die Zeit der Hospitalbruderschaft zu Ende. Sie mündete in jene des Ritterordens ein. Mit der Ernennung Hermann von Salzas 1209 zum Hochmeister der Deutschen Ordens begann, der unaufhaltsame Aufschwung.

 

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